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An meiner geliebten Alma Mater ist es üblich, daß man weder die Hauptbibliothek noch die Abteilungsbibliotheken (Einzige mir bekannte Ausnahme ist die der Skandinavistik.) mit Jacke oder Taschen betreten darf. Das ist eigentlich aus meiner Studentensicht einfach nur nervig. Will ich nur schnell etwas nachschlagen oder ein Buch aus dem Freihandmagazin holen, kann es sein, daß ich zum wegschließen und später wieder abholen meiner Klamotten länger brauche als zum Nachschlagen bzw. holen des Buches. Besonders schön ist es aber, wenn man in der Bibliothek arbeiten möchten, dann darf man nämlich seinen Krempel irgendwie in seinen zwei Händen in die Bibliothek balancieren.
In Bergen war ist das ganz anders, dort darf man mit Sack und Pack in die Bibliothek. (Zumindest in die der Humanistischen Fakultät, in den anderen Abteilungsbibliotheken war ich nicht, kann mir aber nicht vorstellen, daß es dort anders ist.) (Anekdote am Rande: Bei unserem ersten Besuch in der Bibliothek standen wir zu fünf sechs Mann, hauptsächlich Deutsche wenn nicht ausschließlich, vor der Bibliothek und waren uns nicht sicher, ob wir mit Sachen rein durften oder nicht, da es wohl in allen deutschen Universitäten üblich ist, daß Studenten es nicht dürfen. Nach kurzer Diskussion sind wir dann langsam ohne uns etwas anmerken zu lassen mit Klamotten rein.) Entsprechend wird die Bibliothek aber auch als Arbeitsplatz benutzt. Es waren kaum Arbeitsplätze frei. Wir scherzten sogar, daß man sich wohl schon abends anstellen müsse, um morgens einen Platz zu bekommen.
Zurück in Deutschland fühlte ich mich natürlich gegängelt. Vor allem die Hauptbibliothek verstehe ich da überhaupt nicht. Das Bibliotheksgebäude wurde gerade erst komplett renoviert. Der Lesesaal wurde zeitweise in Container vor dem Gebäude ausgelagert, das Freihandmagazin war geschlossen. Man hatte jedes Buch wenigstens zweimal in der Hand, einmal beim Ausräumen und einmal beim Wiedereinräumen. Mir ist absolut unverständlich, daß man bei der Gelegenheit die Bücher nicht mit einer Diebstahlsicherung versehen hat. Und sei es nur, damit man wenigstens mit Tasche in den Lesesaal darf. *kopfschüttel*
Den Vogel schießt aber eine Abteilungsbibliothek ab. Ich sollte vorausschicken, daß ich in dem Gebäude als SHK arbeite, ich also meine Sachen mit reinnehmen darf. Dort muß man seine Sachen in Schließfächer im Keller einschließen. Das war mir bekannt, da im Eingang deutlich sichtbare Schilder hängen, ich selber war aber noch nie an den Schließfächern. Vergangene Woche mußte ich das erste mal in dem Gebäude an den Kopierer. Die Kopierer, an denen man als Student Teile der Bücher kopiert, stehen direkt gegenüber der Schließfächer! Man darf also mit der Tasche nicht zu den Büchern, aber mit den Büchern zur Tasche?!
Ich gestehe an dieser Stelle offen, daß das Gefühl der Gängelung damit der Sicherheit gewichen ist.
Diesen Dienstag erschien The Legend of Sigurd and Gudrún. Dabei handelt es sich um zwei Gedichte J. R. R. Tolkiens zum altnordischen Völsungen-Stoff basierend auf Liedern der Lieder-Edda. Nun schreibt ein Rezensent bei Amazon.co.uk dazu folgendes:
You may like me be mislead by the write up on the book along with some of the other reviews.
ITS A POEM not a Story as you are lead to believe.
Meine ich das nur, oder klingt das sehr enttäuscht und auch verzweifelt? Mal abgesehen davon, daß es beides ist: eine Geschichte erzählt in Versen, weiß ich gar nicht, wie man nicht merken kann, daß es sich um Dichtung handelt, steht doch in jedem zweiten Satz das Wort Poem.
This is only a very brief summary of some of the potential legal twists and turns this case has taken, and is likely to take in the future. As to what the final resolution may be, Manwë and Varda may know, but they have not revealed it, and it is not declared in the dooms of Mandos.
Absolut lesenswerte Zusammenfassung der Klage-Situation zwischen der Tolkien Estate und New Line. Ich gebe es zu, daß ich es schade finde, daß die Chancen schlecht stehen, daß dadurch der Hobbit-Film verhindert wird. Nicht weil ich einer solchen Verfilmung abgeneigt wäre — ganz im Gegenteil (immerhin sind gute Drachen rar) — sondern weil ich hoffe, daß ein anderer es besser machen könnt. Schlechter geht es ja kaum.
Außerdem könnte das auch den Fan-Fiction-Film verhindern.
THE VIKING SOCIETY FOR NORTHERN RESEARCH
[…]
THE ANNUAL GENERAL MEETING
[…]
Richard North will give his Presidential Address:
‘Beowulf goes to Iceland? Sandhaugar revisited’
Oioioi. Klingt mehr als interessant. Zufällig ein Mitglied anwesend, das einen Gast zum mitbringen bräuchte.
[via: Viking Society for Northern Research - Forthcoming Meetings]
Mal aus reiner Neugierde: Bin ich eigentlich der einzige, der bei Schandmauls Denk an mich unweigerlich an Charles Dickens’ A Tale of Two Cities und dessen Ende denken muß?
Wie die Website Maclife.de berichtete, gibt es Frodos Abenteuer unter Mac OS X im Terminal als nett aufbereiteten Kalender. Befehl ausführen, los!
Quelle: Maclife beim Ostereiersuchen
Tatsächlich, nicht nur Frodos, sonder auch schon Bilbos. Allerdings stimmen die Daten nicht mit denen in der Aufzählung der Jahre im Anhang B des HdR überein*. Die Diskrepanz schwankt zwischen sieben und acht Tagen. Das könnte gut daran liegen, daß sie die Daten vom Auenland-Kalender in unseren umgerechnet haben. Die Daten kommen mir dennoch recht merkwürdig vor. Ich gestehe jedoch, daß ich mich nie so groß mit den Kalendern auseinandergesetzt habe. Das war nie mein Spielfeld. Und ich habe keine Lust, das der Beckmesserei Willen zu ändern.
Ganz daneben gehauen haben sie jedoch mit dem Datum, an dem Saruman das Auenland betrat. Das tat er nicht am 29. August, sondern erst am 22. September.
Genug der Beckmesserei: Ein sehr nettes Osterei.
[via: Deutsche Tolkien Gesellschaft e.V. - Neuigkeiten. Tolkien in den Medien. 28. März]
*Bevor hier jemand glaubt, das erste, das ich getan hätte, wäre das Vergleichen gewesen: Mir fiel nur sofort auf, daß das Datum von Bilbo und Frodos Geburtstag nicht stimmt; und das sollte man als Tolkienist nun wirklich kennen.
Why, I feel all thin, sort of stretched, if you know what I mean: like butter that has been scraped over too much bread.
~Bilbo Baggins
Nur zu gut verstehe ich das.
Ich habe es immer gesagt und sage es nun nochmal: Die Cover der deutschen Erwachsenenausgabe der Harry-Potter-Reihe sind mit Abstand schönsten aller Cover. Und nun hat der Carlsen-Verlag das Cover zum siebten und letzten Band veröffentlicht:
Das ist mit Abstand das bestaussehende aller sieben Bände. Schade, daß ich ihn im Original lese.
[via: Harry Potter Xperts - Cover der deutschen Erwachsenenausgabe]
Ihr könnt sagen, was ihr wollt, aber ich finde beide Cover potthäßlich. Sogar noch häßlicher, als es die deutschen Cover ist ohnehin schon sind.
Ich glaube ja eigentlich nicht, daß der Titel schon ein Spoiler ist, aber wie ich immer sage: »Ob etwas ein Spoiler ist, liegt immer im Auge des gespoilerten.« Also, wer ihn nicht erfahren möchte, sollte weglesen. Außerdem kommentiere ich den Titel mit dem Wissen jemandes, der das Buch schon kennt, also am besten ganz weglesen. ![]()
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