Eberons Blog

    Ich wollte es nur gesagt haben.

    Durchsuche Beiträge in das Universum

    Joachim Löw, Bundestrainer der Fußballnationalmannschaft, soll also das Bundesverdienstkreuz bekommen? Und alle wundern sich darob, seit wann man nur seinen Job zu machen braucht, um es zu bekommen. Ich möchte an dieser Stelle nur darauf verweisen, daß auch Jürgen Klinsmann nach dem dritten Platz bei der WM 2006 das Bundesverdienstkreuz bekam.

    Was mich an der Sache deutlich mehr stört, ist die Art der Verkündung: Der Bundespräsident sitzt in der Pressekonferenz des DFBs. Vielleicht liegt es ja an mir, aber da gehört der einfach nicht hin. Vielleicht ist auch nur an mir vorbeigegangen, aber saß irgendein Vorgänger Wulffs schon mal bei einer solchen Pressekonferenz mit am Tisch?

    Ich kann mir keinen der letzten Bundespräsidenten an dieser Stelle vorstellen. Das paßt irgendwie nicht so recht zu Profil, Rolle und Würde des Amtes. Nur Wulff muß sich da wieder ins Rampenlicht drücken. Andererseits, vielleicht liegt es auch nur daran, daß ich solche Schleimer wie Wulff nicht abkann …?

    Nein, ich kann mir einen Köhler, Rau oder Herzog da einfach nicht vorstellen.

    Zu diesem Sturm der Idiotie im Schnappsgläschen sage ich besser hier nichts mehr. Ich habe mich darüber über Twitter lustig gemacht und bei Kaliban dazu kommentiert:

    Uns 80 Millionen Deutsche trennt eben nichts so sehr wie die gemeinsame Sprache.

    Es zeigt sich ganz deutlich, daß es Gegenden in Deutschland gibt, in denen dies eine völlig normale und total unauffällige Redewendung ist; und daß es Gegenden gibt, in denen man das noch nie gehört hat.

    Und je nachdem woher man kommt, hat man entweder Schaum vor dem Mund wegen dieses Nazisprechs oder faßt sich wegen dieses unnötigen Aufstandes nur fassungslos an den Kopf.

    Das Mißverständnis (das ja erstmal auf beiden Seiten vorhanden ist) könnte/konnte man schnell aufklären. Bleiben dann nur eben die Leute […], die ihren Regiolekt zum allgemeinen Standard erheben und meinen, was sie nicht kennen, gebe es auch nicht.

    Ich verweise jedoch noch explizit auf den Blogbeitrag von Jens, der es nicht passender hätte sagen können:

    Allerdings ist das viel größere Problem ein ganz anderes: Daß es so viele Leute gibt, die mit einer sture Ignoranz, gemischt mit Hysterie und einem ordentlich stinkenden Haufen Selbstgerechtigkeit herumlaufen. Statt mit Hirnen.

    Oh mein Gott, wie geil ist das den? Ich überlege, ob ich kommende Session nicht am Karneval partizipieren sollt … ;-)

    Posted via web from Eberons Posterous

    Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, ist vor einigen Tagen wohl ein Vorabmodell des neuen iPhone G4s aufgetaucht. Nun vermuten einige ja, daß das iPhone gar nicht wirklich verloren wurde, sonder bewußt dort plaziert wurde, um gefunden zu werden.

    Seien wir ehrlich, klingt das nach Apple? Ein iPhone irgendwo verlieren, um die virale Marketingmaschine anzuschüren? Zum einen hat Apple das gar nicht nötig, die Gerüchteküche ist besser als alles was sich Apple ausdenken könnte. Und zum anderen ist doch ein verlorenes iPhone nur think small. Apple hingegen ist think different.

    Das bringt mich dann jetzt zu think huge: Wenn einer weiß, wie virales Marketing funktioniert dann Blizzard. Was die alles tun, um die nächste WoW-Erweiterung Cataclysm zu bewerben; R‑E‑S‑P‑E‑K‑T‑! Und das kurz vor Start der Beta. Ich bin schon gespannt, was die erst auffahren, wenn es auf den Release zugeht.

    Iro|nie, die; –, -n: Wenn RTL II den großen deutschen IQ-Test veranstaltet.

    Irgendwie gaga

    2 comments

    Das darf man aber auch keinem erzählen: Draußen ist es eiskalt. Deswegen heizen wir unsere Wohnungen, in die wir dann Schränke stellen, die wir wiederrum abkühlen. Mmhh … Energie sparen sieht anders aus. ;-)

    [Ich hörte gerade: »Re: Your Brains« von Jonathan Coulton]

    Haben wir im Moment also ein paar Tage richtigen Winter und was passiert: Das Ende der Zivilisation ist mal wieder nahe. Es schneit ein bißchen und wird kalt, schon soll das Strom- und Telefonnetz wenigstens partiell ausfallen … können. (Das Wort Hamsterkäufe sollen gefallen sein.) Der Verkehr bricht ja schon zusammen wenn die Straße leicht eingepudert ist. Ok, der Bahn kann man keinen Vorwurf machen, die scheint ja mit jedem Wetter und jeder Jahreszeit und überhaupt generell mit allem etwas überfordert zu sein. Es ist einfach nur noch lächerlich und hochpeinlich.

    Damals™ in der Eiszeit, als wir Menschen hier in Europa angekommen waren, sahen so unsere Sommer aus. Es gab Hitzefrei, man lief mit kurzen Ärmeln und Hosen rum. Man lag ungeniert halb- bis ganznackt auf der Höhle und ließ sich den Schnee auf den Bauch fallen. (Ja, auch damals sprach man in Wissenschaftlerkreisen schon angsterfüllt vom Klimawandel, aber egal. ;-) )

    Das waren die Sommer, die Rudi Carell meinte, als er sang: »Wann wird es mal wieder richtig Sommer? Ein Sommer, wie er früher einmal war?«

    [Ich hörte gerade: »Flame in the Night« von Freedom Call]

    Da heute Nacht endlich Gevatter Winter bei uns Einzug hielt und auch (etwas) Schnee im Gepäck hatte, glaube ich, daß es an der Zeit ist, ihn nach alter Väter Sitte willkommen zu heißen:

    When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies, but the pack survives.

    ~Lord Eddard Stark

    An meiner geliebten Alma Mater ist es üblich, daß man weder die Hauptbibliothek noch die Abteilungsbibliotheken (Einzige mir bekannte Ausnahme ist die der Skandinavistik.) mit Jacke oder Taschen betreten darf. Das ist eigentlich aus meiner Studentensicht einfach nur nervig. Will ich nur schnell etwas nachschlagen oder ein Buch aus dem Freihandmagazin holen, kann es sein, daß ich zum wegschließen und später wieder abholen meiner Klamotten länger brauche als zum Nachschlagen bzw. holen des Buches. Besonders schön ist es aber, wenn man in der Bibliothek arbeiten möchten, dann darf man nämlich seinen Krempel irgendwie in seinen zwei Händen in die Bibliothek balancieren.

    In Bergen war ist das ganz anders, dort darf man mit Sack und Pack in die Bibliothek. (Zumindest in die der Humanistischen Fakultät, in den anderen Abteilungsbibliotheken war ich nicht, kann mir aber nicht vorstellen, daß es dort anders ist.) (Anekdote am Rande: Bei unserem ersten Besuch in der Bibliothek standen wir zu fünf sechs Mann, hauptsächlich Deutsche wenn nicht ausschließlich, vor der Bibliothek und waren uns nicht sicher, ob wir mit Sachen rein durften oder nicht, da es wohl in allen deutschen Universitäten üblich ist, daß Studenten es nicht dürfen. Nach kurzer Diskussion sind wir dann langsam ohne uns etwas anmerken zu lassen mit Klamotten rein.) Entsprechend wird die Bibliothek aber auch als Arbeitsplatz benutzt. Es waren kaum Arbeitsplätze frei. Wir scherzten sogar, daß man sich wohl schon abends anstellen müsse, um morgens einen Platz zu bekommen.

    Zurück in Deutschland fühlte ich mich natürlich gegängelt. Vor allem die Hauptbibliothek verstehe ich da überhaupt nicht. Das Bibliotheksgebäude wurde gerade erst komplett renoviert. Der Lesesaal wurde zeitweise in Container vor dem Gebäude ausgelagert, das Freihandmagazin war geschlossen. Man hatte jedes Buch wenigstens zweimal in der Hand, einmal beim Ausräumen und einmal beim Wiedereinräumen. Mir ist absolut unverständlich, daß man bei der Gelegenheit die Bücher nicht mit einer Diebstahlsicherung versehen hat. Und sei es nur, damit man wenigstens mit Tasche in den Lesesaal darf. *kopfschüttel*

    Den Vogel schießt aber eine Abteilungsbibliothek ab. Ich sollte vorausschicken, daß ich in dem Gebäude als SHK arbeite, ich also meine Sachen mit reinnehmen darf. Dort muß man seine Sachen in Schließfächer im Keller einschließen. Das war mir bekannt, da im Eingang deutlich sichtbare Schilder hängen, ich selber war aber noch nie an den Schließfächern. Vergangene Woche mußte ich das erste mal in dem Gebäude an den Kopierer. Die Kopierer, an denen man als Student Teile der Bücher kopiert, stehen direkt gegenüber der Schließfächer! Man darf also mit der Tasche nicht zu den Büchern, aber mit den Büchern zur Tasche?!

    Ich gestehe an dieser Stelle offen, daß das Gefühl der Gängelung damit der Sicherheit gewichen ist.

    [Ich hörte gerade: »Ég hlakka svo til« von Svala Björgvinsdóttir]

    Fast zweieinhalb Monate sind seit meinem letzten Blogartikel verstrichen!? Kinners, wo ist die Zeit nur hin? Ich muß gestehen, daß diese zweieinhalb Monate nur so an mir vorbeigeschossen sind. Ich kann andererseits nicht sagen, etwas substantielles in den Monaten erledigt zu haben. Auch blogwertes war nicht darunter. (Ok, die Bundestagswahl, aber was gäbe es da zu bloggen, was nicht anderen Ortes schon geschrieben worden wäre?)

    Wie auch immer, der Winter ist fast da, (Eigentlich sollte er schon da sein, der alte Schlawiner.) Sonntag ist schon der erste Advent. Ich gelobe Besserung und regelmäßigere Meldungen hierzublog. (Philosophische Frage am Rande: Wie lange muß man eigentlich nicht mehr geblogt haben, um den Status eines Bloggers zu verlieren?)

    [Ich hörte gerade: »Sail the Sky« von Bedlam Bards]
    Powered by WordPress Web Design by SRS Solutions © 2010 Eberons Blog Design by SRS Solutions