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    Ich wollte es nur gesagt haben.

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    Da heute Nacht endlich Gevatter Winter bei uns Einzug hielt und auch (etwas) Schnee im Gepäck hatte, glaube ich, daß es an der Zeit ist, ihn nach alter Väter Sitte willkommen zu heißen:

    When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies, but the pack survives.

    ~Lord Eddard Stark

    An meiner geliebten Alma Mater ist es üblich, daß man weder die Hauptbibliothek noch die Abteilungsbibliotheken (Einzige mir bekannte Ausnahme ist die der Skandinavistik.) mit Jacke oder Taschen betreten darf. Das ist eigentlich aus meiner Studentensicht einfach nur nervig. Will ich nur schnell etwas nachschlagen oder ein Buch aus dem Freihandmagazin holen, kann es sein, daß ich zum wegschließen und später wieder abholen meiner Klamotten länger brauche als zum Nachschlagen bzw. holen des Buches. Besonders schön ist es aber, wenn man in der Bibliothek arbeiten möchten, dann darf man nämlich seinen Krempel irgendwie in seinen zwei Händen in die Bibliothek balancieren.

    In Bergen war ist das ganz anders, dort darf man mit Sack und Pack in die Bibliothek. (Zumindest in die der Humanistischen Fakultät, in den anderen Abteilungsbibliotheken war ich nicht, kann mir aber nicht vorstellen, daß es dort anders ist.) (Anekdote am Rande: Bei unserem ersten Besuch in der Bibliothek standen wir zu fünf sechs Mann, hauptsächlich Deutsche wenn nicht ausschließlich, vor der Bibliothek und waren uns nicht sicher, ob wir mit Sachen rein durften oder nicht, da es wohl in allen deutschen Universitäten üblich ist, daß Studenten es nicht dürfen. Nach kurzer Diskussion sind wir dann langsam ohne uns etwas anmerken zu lassen mit Klamotten rein.) Entsprechend wird die Bibliothek aber auch als Arbeitsplatz benutzt. Es waren kaum Arbeitsplätze frei. Wir scherzten sogar, daß man sich wohl schon abends anstellen müsse, um morgens einen Platz zu bekommen.

    Zurück in Deutschland fühlte ich mich natürlich gegängelt. Vor allem die Hauptbibliothek verstehe ich da überhaupt nicht. Das Bibliotheksgebäude wurde gerade erst komplett renoviert. Der Lesesaal wurde zeitweise in Container vor dem Gebäude ausgelagert, das Freihandmagazin war geschlossen. Man hatte jedes Buch wenigstens zweimal in der Hand, einmal beim Ausräumen und einmal beim Wiedereinräumen. Mir ist absolut unverständlich, daß man bei der Gelegenheit die Bücher nicht mit einer Diebstahlsicherung versehen hat. Und sei es nur, damit man wenigstens mit Tasche in den Lesesaal darf. *kopfschüttel*

    Den Vogel schießt aber eine Abteilungsbibliothek ab. Ich sollte vorausschicken, daß ich in dem Gebäude als SHK arbeite, ich also meine Sachen mit reinnehmen darf. Dort muß man seine Sachen in Schließfächer im Keller einschließen. Das war mir bekannt, da im Eingang deutlich sichtbare Schilder hängen, ich selber war aber noch nie an den Schließfächern. Vergangene Woche mußte ich das erste mal in dem Gebäude an den Kopierer. Die Kopierer, an denen man als Student Teile der Bücher kopiert, stehen direkt gegenüber der Schließfächer! Man darf also mit der Tasche nicht zu den Büchern, aber mit den Büchern zur Tasche?!

    Ich gestehe an dieser Stelle offen, daß das Gefühl der Gängelung damit der Sicherheit gewichen ist.

    [Ich hörte gerade: »Ég hlakka svo til« von Svala Björgvinsdóttir]

    Das war es dann also: das Staffel- und Serien-Finale von Stargate Atlantis. »Endlich«, möchte ich fast sagen. Die fünfte Staffel war äußerst mau. Sie hatte zwar einige gute Folgen (hauptsächlich McKay-Folgen), war aber insgesamt die deutlich schwächste. Der heutigen Folge sah man darüber hinaus einfach an, daß man mit ihr angestrengt versucht hat, die Serie gebührend zu beenden. Man hätte jedoch deutlich besser einen Zweiteiler daraus gemacht. (Was mir aber mal wirklich jemand erklären muß, ist, was der »Tod« Ronons sollte. Der hatte doch überhaupt gar keinen irgendwie gearteten Sinn.)

    Mit dem Ende SGAs ist auch irgendwie mein Stargate-Interesse am Ende. An die beiden Filme (SG1 und SGA) glaube ich nicht mehr so recht, und SGU läßt mich absolut kalt. Sicher werde ich mir die Serie mal ansehen, wenn sie denn mal in Deutschland läuft, aber die Vorfreude, mit der ich seit rund zehn Jahren jeder neuen Stargate-Staffel, -Serie und -Film entgegensehe, ist definitiv verschwunden.

    Ich hoffe zwar, daß Stargate Universe oder eine der Filme die alte Begeisterung wiedererweckt, aber ich habe eigentlich jegliches Vertrauen in die Fähigkeiten der Autoren verloren. Sie haben sich letztlich mit ihrer eigenen Mythologie verhoben. Anfangs spielte sich alles in den letzten paar tausend Jahren ab, aber spätestens seit Atlantis wurde nur so mit Millionen Jahren um sich geschmissen. Alles ohne jeglichen Sinn und Verstand. Naja, wir werden es sehen.

    Vermissen werde ich eigentlich nur McKay … und Dr. Keller, but that’s a different story.

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