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    Ich wollte es nur gesagt haben.

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    Mir muß mal einer erklären, was in den Köpfen der Autoren von Sprachlehrbüchern vorgeht. Es ist immer dasselbe. In den ersten Lektionen stehen die Vokabeln in den Vokabellisten immer ohne jede Information zur weiteren Flexion.

    Beispiel aus dem Isländischlehrbuch, Lektion 1: »ber 3. sg präs v. bera trägt«. Schön, damit kann ich den Lektionstext übersetzen, aber zum lernen taugt das so nicht. Ich darf also erstmal im Wörterbuch bzw. in der Wörterverzeichnis am Ende des Lehrbuches nachschlagen, und finde dann dort alle Informationen: »bera st IV«.

    Wurden dann später die jeweilige Flexion behandelt, erzählt einem das Lehrbuch dann stolz, daß ab jetzt bei den entsprechenden Wörtern die Informationen stünden. Ja wunderbar. Ich darf also nochmals aller vorhergehenden Lektionsvokabeln nachschlagen und nachlernen.

    Ich bin doch nicht der einzige, der das gerne von Anfang an lernen möchte, auch wenn ich noch nicht weiß, wie die Flexion im Detail aussieht. Aber ich komme um das Nachschlagen nicht herum: entweder vorher oder nachher. Da kann man sich die Vokabellisten eigentlich gleich sparen.

    [Ich hörte gerade: »Star Trek: The Next Generation - Main Theme From« von Erich Kunzel; Cincinnati Pops Orchestra]

    Ja, es ist war: Ich habe mir eine Ausgabe des HdR in der Krege-Übersetzung gekauft. (Für dadurch verursachte Weltuntergänge, Sinnfluten und Heuschreckenplagen möchte ich an dieser Stelle schon einmal um Entschuldigung bitten: Es tut mir wirklich leid.)

    Die Gründe sind schnell genannt. Ich glaube, daß man als deutscher Tolkienist beide Übersetzungen haben sollte. Und ich plane ohnehin mir jeweils eine Übersetzung des Buches in jeder Sprache zuzulegen, die ich spreche. (Die isländische soll besonders reizvoll sein.) Außerdem sind zwanzig Euro für ein gebundenes, über zwölfhundert Seiten starkes, mit Landkarten versehenes und schön aufgemachtes Buch fast schon geschenkt.

    Gelesen habe ich es noch nicht; das wird erst im Laufe des Jahres erfolgen. Bisher kann ich also erst etwas über die Aufmachung sagen, und die ist mehr als gelungen. Das gesamte Buch ist in Rot gehalten mit Ausnahme des zweiten Leinenbändchens, das gold ist. Es gibt einige schlicht gestaltete Bilder, die teilweise gleich die halbe Doppelseite zieren. Die Initialen haben im selben Stil gehaltene Hintergrundbilder.

    Die Schrift ist zweckdienlich. Ich habe zwar nur einen kurzen Abschnitt gelesen, kann mir aber gut vorstellen, daß die Schrift auf die Dauer die Augen sehr anstrengt.

    Was gibt es noch zu sagen? Das Buch ist mit rotem Leinen bespannt. Die beiden Karten (Gondor und der Nordwesten Mittelerdes) sind die gleichen wie in den dreibändigen Carroux-Ausgaben. Hier sind sie jedoch nicht ins Buch geklebt, sondern stecken in einer Kunststofflasche am Ende des Buches.

    Soweit also ein sehr schönes Buch, aber … es ist die Krege-Übersetzung. Ich habe, wie gesagt, nur einen kurzen Abschnitt (Faramir fragt den Vorsteher der Häuser der Heilung und Merry nach Eowyn aus.) gelesen, aber daß Krege darin »Lady of Rohan« mit »Jungfrau von Rohan« übersetzt, ist kein gutes Zeichen.

    Na ja, wir werden sehen.

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