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Das BVerfG kippt die Vorratsdatenspeicherung, und die Innenminister (wie auch Polizei, Geheimdienste etc.) fordern sofort ein neues verfassungskonformes (und damit meinen sie strengeres) Gesetz zur Datenbevorratung. Sogleich malen sie den Untergang der Zivilisation, die sich ja noch von dem Terrorwinter zu erholen versucht, an die Wand. Das ruft natürlich sogleich wieder Klein-Bloggersdorf auf den Plan, die sich kaum des finsteren Alters erinnern, das dem Datensammeln voranging.
Ich muß an dieser Stelle einfach mal sagen, daß man etwas weniger Häme und dafür etwas mehr Mitleid an den Tag legen sollte. Die Innenminister leiden Höllenqualen, die sich keiner von uns vorzustellen vermag. Sie werden bedroht von all diesen merkwürdigen Menschen, die sich allerorten aufhalten. Diese Menschen trachten ihnen nach dem Leben. Ständig tuscheln und lachen sie hinter der Innenminister Rücken. Schmieden Pläne, wie sie die armen Minister quälen und terrorisieren können. Dann diese fiese Gesellen, die den Ministern jeden morgen bedrohlich aus dem Spiegel ins Gesicht starren. Und erst dieser Schatten, von dem sie den ganzen Tag verfolgt werden. All diese Ganoven sprechen sich dann auch noch in diesem komischen magischen Inter-Killer-Web-Dingsda ab und koordinieren ihre Missetaten!
Nein, ich kann verstehen, daß man da unbedingt handeln will und muß.
Ich mache das ja eigentlich nicht, aber hier muß ich einfach eine Ausnahme machen:
Die gesellschaftliche Konfliktlinie verläuft heute nicht zwischen ‘Leistungsträgern’ und ‘Leistungsverweigerern’, sie verläuft zwischen ‘Verantwortungsträgern’ und ‘Verantwortungsverweigerern’, also zwischen Grupp und Ackermann, zwischen Geißler und Westerwelle, um das Ganze auch mal zu personifizieren.
QFT!
[via: Der Spiegelfechter - Der Anachronist und die Talkshow]
gehen Sie! Wir alle kommen ohne Sie gut zurecht!
~ Christian Springer zu Guido Westerwelle
Ich habe mir jetzt günstig Sacred 2 für meine Xbox 360 geholt. Abgesehen von Genre und Setting, die genau das sind, was ich gerne spiele, gab es noch einen Pluspunkt für den Umstand, daß Blind Guardian für den Titelsong verantwortlich sind und einen Ingame-Auftritt haben.
Ich möchte mich gar nicht darüber beschweren, daß die Texte auf meinem Röhrenschirm kaum (und ich meine wirklich kaum) zu lesen sind, weil sie so klein sind. Das lasse ich mir alles anheften: Ich könnte mir ja einen HD-Fernseher kaufen.
Aber sorry, die Kamera geht gar nicht. Zoomt man ganz ran, steht die Kamera noch immer so hoch, daß man nur wenige Meter weit sehen kann. Ganz rausgezoomt, sieht man zwar weiter, hat aber noch immer keinen wirklich Überblick, wo es lang geht. Mit all dem könnte ich ja noch leben, wenn die Minimap zu gebrauchen wäre. Ist sie aber nicht. Sie richtet sich nach der Blickrichtung der Kamera aus. Kann man das auf der Oberwelt noch durch ständiges einschalten der Hauptkarte ausgleichen (auch wenn das äußerst nervig ist), ist damit in Höhlen Schluß. Es heißt zwar im offiziellen Forum, daß dieses Verhalten auf Wunsch eingeschaltet werden könne, tatsächlich ist es eingeschaltet und es gibt keine Möglichkeit, die Rotiererei auszuschalten.
Mehr als ärgerlich, aber so ist das Spiel für mich unspielbar.
Liebe FDPler, lieber CDUler, lieber Bänker und Manager, kurz liebe selbsternannten Leistungsträger,
schon vor über 750 Jahren schrieb Konrad von Würzburg euch folgendes ins Stammbuch:
die rîchen die bedürfen doch
triuwen baz dan iemen.
ob triuwe pflæge niemen,
so würde kranc der rîchen habe.
man züge in und bræche in abe
ir guot und al ir êre.‘Die Reichen brauchen doch
die Treue* mehr als jeder andere.
Wenn niemand treu wäre,
würde das Hab der Reichen wertlos.
Man nähme und zerstörte ihnen
ihr Gut und all ihr Ansehen.’~Konrad von Würzburg: Engelhard, Verse: 104-109
Wie wäre es, wenn ihr euch das wenigstens hin und wieder mal zu Herzen nähmet?
*Das mittelhochdeutsche triuwe ‘Treue’ bezeichnet nicht nur die Treue im neuhochdeutschen Verständnis, sondern umfaßt Aufrichtigkeit und Zuverlässigkeit.
Das darf man aber auch keinem erzählen: Draußen ist es eiskalt. Deswegen heizen wir unsere Wohnungen, in die wir dann Schränke stellen, die wir wiederrum abkühlen. Mmhh … Energie sparen sieht anders aus.
Freund, Römer, Mitblogger,
mit tief empfundenem Scham trete ich hier vor euch. Ich kann es jedoch weder vor euch noch der Welt länger verbergen. Die Gerüchte sind war. Nachdem Nintendo sich genötigt sah, mich, einen langjährigen Fan und Jünger der Lehren Miyamotos, der ihnen in all den langen und harten N64- und Game-Cube-Tagen den Rücken und den Umsatz stärkte, fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel, nur um neue Zielgruppen zu missionieren, sah ich mich gezwungen, mich nach neuen Spielgründen umzusehen. Da Wahl fiel bei nur einer Alternative dennoch schwer.
Lange Rede, kurzes Geständnis: *tief durchatem* Ja, es ist wahr; auch ich bin nun ein X-Box-360-Besitzer.
gez.
Eberon, der Nintendo immer in seinem Spielerherzen tragen und eines Tages an Nintendos Brust zurückkehren wird.
Haben wir im Moment also ein paar Tage richtigen Winter und was passiert: Das Ende der Zivilisation ist mal wieder nahe. Es schneit ein bißchen und wird kalt, schon soll das Strom- und Telefonnetz wenigstens partiell ausfallen … können. (Das Wort Hamsterkäufe sollen gefallen sein.) Der Verkehr bricht ja schon zusammen wenn die Straße leicht eingepudert ist. Ok, der Bahn kann man keinen Vorwurf machen, die scheint ja mit jedem Wetter und jeder Jahreszeit und überhaupt generell mit allem etwas überfordert zu sein. Es ist einfach nur noch lächerlich und hochpeinlich.
Damals™ in der Eiszeit, als wir Menschen hier in Europa angekommen waren, sahen so unsere Sommer aus. Es gab Hitzefrei, man lief mit kurzen Ärmeln und Hosen rum. Man lag ungeniert halb- bis ganznackt auf der Höhle und ließ sich den Schnee auf den Bauch fallen. (Ja, auch damals sprach man in Wissenschaftlerkreisen schon angsterfüllt vom Klimawandel, aber egal.
)
Das waren die Sommer, die Rudi Carell meinte, als er sang: »Wann wird es mal wieder richtig Sommer? Ein Sommer, wie er früher einmal war?«
Da heute Nacht endlich Gevatter Winter bei uns Einzug hielt und auch (etwas) Schnee im Gepäck hatte, glaube ich, daß es an der Zeit ist, ihn nach alter Väter Sitte willkommen zu heißen:
When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies, but the pack survives.
~Lord Eddard Stark